Albert Bächtold

Wer der Wilchinger Mundart-Schriftsteller war und auf welche Weise er gewirkt hat, erfahren Sie in der gebotenen Kürze auf dieser Website. Die wichtigsten Informationen finden Sie im Menü.

Den Nachlass von Albert Bächtold verwaltet die Albert Bächtold-Stiftung. Sie ist 1982 gegründet worden und hat ihren Sitz in Wilchingen (SH). Sie bezweckt «die Mithilfe bei der Finanzierung der Neuauflagen vergriffener Albert Bächtold-Bücher». Gelegentlich unterstützt oder veranstaltet sie Projekte mit Bezug auf Albert Bächtold und sein Werk.

Porträt des Schriftstellers Albert Bächtold

Albert Bächtold im Jahr 1979

Einblicke in die Bächtold-Stube im Ortsmuseum und ins Dorf Wilchingen. Legenden per Klick sichtbar.

Lebenslauf

Albert Bächtold wurde am 3.Januar 1891 in Wilchingen geboren. Nach dem Besuch der Schulen in Wilchingen und Hallau absolvierte er das Seminar an der Kantonsschule Schaffhausen und arbeitete von 1911 bis 1913 als Lehrer in Merishausen. Dann nahm er in unruhigen Zeiten eine Stelle als Hauslehrer in Russland und der Ukraine an, nach einer Beschäftigung im kaufmännischen Bereich kehrte er in den Wirren der russischen Revolution zurück in die Schweiz. Es folgte ein längerer Aufenthalt in Amerika mit grossem geschäftlichen Erfolg, dann aber mit einem tiefen Fall. Während der schriftstellerischen Tätigkeit ab Mitte der 30er-Jahre lebte Bächtold in Zürich.

Erhaltene Ehrungen

Albert Bächtold – Wilchinger Mundart-Schriftsteller

Albert Bächtold im Jahr 1980

Das schriftstellerische Werk von Albert Bächtold erreichte in der Zeit des 2. Weltkriegs einen grossen Leserkreis auch ausserhalb des Kantons Schaffhausen und war über die Grenzen weg bekannt. So wurde ihm 1964 der Johann Peter Hebel-Preis (nicht zu verwechseln mit Friedrich Hebbel) in Hausen in der südwestlichen Ecke des Schwarzwalds verliehen für besondere Verdienste um die alemannische Sprache.

Die Laudatio hielt der Regierungspräsident des Landes Baden-Württemberg. Im Jahre 1966 wurde ihm der Bodensee-Literaturpreis in Überlingen verliehen. Eine frühere Preisträgerin war Mary Lavater-Sloman.

Die Werke Albert Bächtolds

Das bewegte Leben und die gesundheitlichen Tiefschläge bilden die Grundlage seines schriftstellerischen Schaffens. Vor diesem Hintergrund findet man in allen Werken auch Ansichten zum Lebens- und Weltverständnis. Die Bücher beinhalten Erzählungen über seinen Vater (De Tischtelfink), seine Jugend (De Hannili-Peter), die Schulzeit am Seminar (De Studänt Räbme) oder die aufwühlenden Erfahrungen in Russland (Pjotr Ivànowitsch) usw. usf.; siehe die Übersicht.

Umsetzungen

Eine Übersicht der Umsetzungen finden Sie unter dem untenstehenden Link. Hans Ritzmann hat alle Bücher von Albert Bächtold in originaler Wilchinger Mundart aufgelesen worden. Wir stellen Ihnen hier «De goldig Schmid», «De Pjotr Ivànowitsch» und «D Sprooch isch de Spiegel vom ene Volk» (kleinere Auszüge aus verschiedenen Werken) zum Anhören frei zur Verfügung (einfach den Spotify-Kanal anklicken).

Albert Bächtold auf einem Spaziergang in Meilen